Die Pferdewippe - Das besondere Gerät auf dem Pferdeturnplatz

Leider ist dieses tolle Turngerät und der Spaß, der damit verbunden ist, bei vielen Reitern und Pferdebesitzern noch gar nicht bekannt. Und wenn doch, dann wird die Pferewippe nicht selten verachtet. Als "Unkonventionell" werden Horse Agility und die damit verbundenen Trainingsmöglichkeiten manchmal abgestempelt. Zugegeben, die Sportart ist noch recht jung und tatsächlich etwas ausgefallen, aber wer es einmal ausprobiert hat, kommt garantiert nicht mehr davon los. Nur leider ist es, nicht nur im Pferdesport, oft ziemlich schwierig, die große Bandbreite der Aktiven von etwas völlig Neuem zu überzeugen, sie überhaupt zu erreichen. Dabei würde garantiert auch ein Grand-Prix-Pferd, egal aus welcher Disziplin, Spaß an dieser Form der Bewegung finden und sich noch den letzten Feinschliff seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten erarbeiten.

Sinn und Zweck solch einer Holzkonstruktion

So eine Pferdewippe ist eine wirklich gute Sache. Sie trainiert prima den kompletten Pferdekörper mitsamt der Tiefenmuskulatur, da die Pferde mit minimalem Anspannen bestimmter Muskelgruppen die Wippbewegungen ausgleichen müssen. Gerade große Pferde lernen, ihre Hufe gezielt zu setzen, sonst würden sie ja nicht den ganzen Körper auf die Wippe bekommen. Außerdem fördert dieses Turngerät die Balance des Pferdes, auch beim Hänger fahren. Im Vordergrund steht aber ganz klar der spielerische Muskelaufbau mit Spaß als Abwechslung zum täglichen Training.

Eine Wippe, viele Möglichkeiten!

Wer Besitzer einer Pferdewippe ist, kann sich glücklich schätzen. "Die Dinger" sind nämlich echt vielseitig. Man kann sein Pferd vorwärts und rückwärts draufstellen (eieiei, wie vielseitig!;)), aber auch nur mit den Vorder- oder Hinterbeinen. Hierbei wird dann besonders die Schulter oder die Hüfte mobilisiert. Otto schafft es sogar schon, sich in der Bergziege seitwärts auf die Wippe zu stellen. So kippt er seinen Körper nicht wie bei der normalen Position vorwärts und rückwärts, sondern seitwärts.

Bei größeren Exemplaren kann man sogar zwei Pferde wippen lassen, eines rechts und eines links auf der Wippe stehend. Außerdem kann man sich selbst mit auf die Wippe stellen und sich von seinem Pferd hoch und runter wippen lassen.

Bei Wippen mit halb runden "Kufen" kann man sogar sein Pferd wippen. Im Ernst, das geht wirklich. Auf der Pferd&Jagd 2017 in Hannover haben wir bei Ninas Auftritt mit 13 Kindern auf der Aluwippe gestanden und das Pony Silver durch gewippt. Natürlich braucht man aber nicht unbedingt so viele Leute für ein Pony auf der Wackelkonstruktion.

Wenn man die Wippe im Parcours richtig plaziert, kann man sie auch als Hindernis zum drüberspringen verwenden.

Wo bekomme ich eine Pferdewippe her?

Die herkömmliche Konstruktion ist ein Rundholz, über das ein stabiles Brett montiert wird. Diese Variante ist relativ einfach zu bauen. Es gibt jedoch auch noch andere Exemplare, mit Kufen. Diese sind schonender für die Gelenke der Vierbeiner, da am Ende der Wippbewegung kein heftiger Stoß in Form von einem Aufprall auf den Boden entsteht. Diese Möglichkeit ist etwas aufwendiger, aber es lohnt sich. Die Pferde müssen dann nämlich richtig mit den Muskeln arbeiten, während sie bei der anderen Variante die Schwerkraft als dritten Trainingspartner haben und die Wippe einfach hinter dem Kipppunkt auf den Boden "fallen lassen".

Wer eine gute und wetterbeständige Pferdewippe mit Kufen haben möchte, kann bei Nina Steigerwald eine erwerben. Sie ist nämlich mittlerweile in Produktion gegangen. Auch wir haben mit unserer Wippe von dort schon gute Erfahrungen gemacht.